Lola rennt!
Ich habe eine Mail von Tanja Busse bekommen, deren Heimatort in Gefahr ist, zum Opfer einer SUV-Rennstrecke zu werden. Einfach so. Weil so etwas in Deutschland geht, wenn man nur eine Lobby hat. Worum es dabei geht, hat sie ausführlich geschildert. Lest selbst, verteilt die Information reichlich und was sonst noch zu tun ist, steht im Text.
Erinnert Ihr euch an den Film? Entweder Lola schafft es, in 20 Minuten 100 000 Euro aufzubringen – oder alles ist verloren!
Lola rennt wieder, aber dieses Mal nicht im Film!
Die Natur- und Umweltschützer in meinem Heimatdorf brauchen ganz schnell etwa 20.000 Euro für ein Gerichtsverfahren – oder ein wunderschöner Wald mit vielen Rote-Liste-Arten ist für immer verloren – an einen reichen Grafen, der darin mit seinen Oldtimern, SUVs und anderen Dreckschleudern Autorennen spielt. Und der nächste Investor kann Natur- und Tierschutz getrost ignorieren, weil er weiß, dass er nur Fakten schaffen muss!
Stellt Euch diese Geschichte vor:
Landadliger Oldtimer-Fan, Großgrundbesitzer, Unternehmer, Hotelier, gutsherrlich, baut sich eine formel-1-taugliche Autorennstrecke in den Wald. Mitten in Deutschland. Mitten im Klimawandel. Kurz vor Peak Oil. Après moi le déluge!
Das Gelände: ein schöner wilder Wald am Rand des Beinahe-Nationalparks Teutoburger Wald, viele Rote-Liste-Arten: Fledermäuse, Rotmilane, Lurche, hunderte geschützter Vögel. Vorher.
Jetzt: Asphalt und Jaguare. Lautes Brummbrumm, die Dorfjugend ist begeistert.
Die Genehmigung: Der Landrat des zuständigen Kreises tritt im Werbevideo des Grafen auf, im Genehmigungs-Verfahren spielt Artenschutz dann irgendwie keine Rolle. Es gründet sich eine tapfere Bürgerinitiative, die zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz BUND gegen die Genehmigung klagt. Und verliert.
Mit juristischen Tricks ist es gelungen zu erlauben, was eigentlich verboten ist: 84 Hektar Wald mit besonders geschützten Arten in eine Betonwüste zu verwandeln. An solchen Tricks scheitern immer wieder Naturschutzklagen in Deutschland. Aber jetzt geht die EU dagegen vor und plant, Deutschland deswegen vor dem Europäischen Gerichtshof anzuklagen!Das bedeutet: Wenn die Naturschützer jetzt in die Berufung gehen, hätten sie gute Chancen! So argumentieren Umweltjuristen, und das könnte ein Grundsatzurteil für den Naturschutz werden.
Bloß für die Berufung fehlt das Geld, der BUND kann nur klagen, wenn die zweite Runde finanziell gesichert ist. Und die Zeit zum Fristende läuft!
Deshalb rennt jetzt Lola: für 20 000 Euro in zwei Wochen!
Dieses ist mein erster Versuch im Crowd-Funding: Wenn jeder von Euch spendet, und wenn es nur fünf Euro sind, und ihr die Mail an Freunde weiterleitet, denen Natur und Wald und Zukunft und Klima auch am Herzen liegen, dann wird es klappen! Wer viel Geld hat, darf gerne viel überweisen. Aber jede noch so kleine Spende ist willkommen, denn sie zeigt den Nieheimer Naturschützern, dass sie nicht allein sind! Es ist nämlich nicht einfach, in einem kleinen Ort gegen einen dominanten Arbeitgeber zu klagen, der doch so etwas Schönes wie eine Autorennstrecke baut!
Deshalb: Spendet! Tut Gutes und redet darüber! Wenn ihr mögt, mailt mir einen Satz, warum ihr spendet, für die Webseite der Naturschützer!
Schickt diese Mail weiter an alle, die für Rotmilane und Feldschwirl 5 Euro überhaben!
Postet auf Facebook! Twittert! Zeigt, dass Crowdfunding möglich ist!
Dass viele Gute mehr bewirken könnten als einer, der mit viel Geld und Einfluß böse Ideen verwirklicht!
Glaubt an Emil und die Detektive! Gebt Lola eine Chance! Rettet die Lurche! Gebt der Wildkatze ihr Zuhause zurück!
Danke!
Tanja
Kontoinhaber BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Konto 8 204 700
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln
Verwendungszweck:RUHE AM BILSTER BERG
Für Spenden bis zu 200,- € gilt der Überweisungsbeleg als Spendenbescheinigung, Spenden darüber hinaus werden über eine separate Bescheinigung vom BUND belegt.
Das ist die schöne Asphaltwüste:







