Er arbeitete sein Leben lang im Verborgenen an dem ultimativem Witz, dem Brüller, dem Burner, einer regelrechten Killer-Pointe, die dem Intellekt mit erhellenden Einsichten neue Horizonte öffnen sollte und der Triebabfuhr dennoch zugleich geschickt in die Hose greift, einem idealerweise extrem kurzen Scherz, der eine allumfassende Sozialkritik mit einen ironisch-liebevollen Blick auf die Missstände der Welt verbindet und den Hörer schließlich ratlos fragen lässt, ob es Lachtränen oder Tränen der Rührung sind, die sich auf den wundgelachten Bauch ergießen.

Beim Zusammensein nach seiner Beerdigung fragte man sich vergeblich, womit er sich wohl die vergangenen sechzig Jahre beschäftigt hatte, erinnerte sich aber an seine Vorliebe für ernsthafte und viel zu lange Sätze, seinen traurigen Dackelblick und den herrlich komischen Augenblick, als er mit dem Fuß seines Gartenstuhls stundenlang in frischer Hundescheiße stand, ohne es zu merken.