Stumpf

klafter

Die Welt ist uns zu verästelt, zu komplex.

Also schneiden wir rigoros die Äste ab,

bis ein sehr verständlicher Stumpf

übrig bleibt. Tot zwar, aber gut zu verstehen.

Rund, messbar, stapelbar. Ein Klafter.

Das Holz, aus dem Bretter geschnitten werden.

Mit ein bisschen Glück bleibt ein Astloch übrig.

Für einen bekömmlichen Ausschnitt.

 

Statt das uns Unverständliche zu simplifizieren,

ohne je zu versuchen, auch nur einen Teil

davon zu verstehen, sollten wir  das kleine Stück Erde

vor unseren eigenen Füßen genauer betrachten.

Dort, wo wir die Komplexität mit Händen greifen

und ihr beim Wachsen zusehen können.

Vielleicht sehen wir dann auch wieder die Welt

mit anderen  Augen. Toleranter, weil wir wissen,

dass Dinge Ursachen haben, Wirkungen zeigen

und sich bewegen, wie wir uns auch bewegen und

nicht stehend richten können.

Dieser Beitrag wurde unter Feuilleton veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s