Blackout

mali

Skript für eine heitere (aber auch durchaus sozialkritische) Filmkomödie

Eine Musterfamilie in einer wohlhabenden linksrheinischen Gemeinde im Umland von Düsseldorf. Die Mutter Cornelia Bellinghoff (genannt „Nele“) leitet das Sozialamt der Stadt und gehört zur Ratsfraktion der örtlichen SPD. Ihr Mann Joachim Bellinghoff ist Rechtsanwalt und angesehener Sprecher einer Menschenrechtsorganisation in Bonn.

Der ganze Stolz der beiden sind ihre Zwillinge Rainer und Maria, die die achte Klasse eines Gymnasiums besuchen und sich in der Afrika-AG der Schule engagieren. Das moderne Einfamilienhaus der Bellinghoffs wird von der schwarzen Tulasa aus Mali gepflegt, einer echten Perle. Sie ist korpulent, lacht gerne und viel und die Kinder lieben sie. Allerdings hält sie sich illegal in Deutschland auf, was Nele Bellinghoff weiß, aber angesichts des günstigen Stundenlohns von Tulasa gerne verdrängt.

Oft hat sie Tulasa darum gebeten, aufgrund der rechtlich heiklen Beschäftigungssituation besonders vorsichtig zu arbeiten. Leider kann sich Tulasa nicht abgewöhnen, die Steckdosen mit einem feuchten Mikrofasertuch auszuwischen.

„Peng!“

Mit einem Knall springt die Hauptsicherung im Sicherungskasten des Bellinghoff-Hauses heraus und man sieht die Pantoffeln von Tulasa im Flur liegen, wo ihre Leiche von Cornelia gefunden wird. Um die Kinder nicht unnötig zu erschrecken, zieht sie Tulasa in den begehbaren Kleiderschrank des Elternschlafzimmers. Nele ahnt, dass es nun Probleme gibt, aber sie will das am Abend mit Joachim bei einem guten Glas Wein besprechen. Joachim sieht die Sache pragmatisch: Die Leiche muss verschwinden, aber morgen beginnen die großen Ferien und die Kinder sind für drei Wochen in einem Zeltlager der Jusos. Er und Nele werden mit dem Wohnmobil nach Mali reisen und Tulasa in ihrem Heimatland würdig bestatten. Das sind sie ihrem politischen und sozialen Gewissen schuldig. Und irgendwie auch Tulasa.

Es beginnt ein turbulenter Road-Movie mit viel afrikanischer Musik und zauberhaften Landschaftsaufnahmen. Nach vielen Verwicklungen und der geglückten Bestattung in der Steppenlandschaft der Gondo-Ebene verlieben sich Nele und Joachim in das pittoreske Mali und beschließen, die Kinder nachzuholen und ein neues Leben in Afrika zu beginnen. Nele putzt illegal bei einem malinesischen Salzmagnaten, Joachim wird Hausmeister in der äthiopischen Botschaft, während die Kinder ein sehr erfolgreiches Blog betreiben, das europäischen Kindern den afrikanischen Alltag näherbringt.

Nele (Katja Riemann), Joachim (Ulrich Noethen), Tulasa (Marianne Sägebrecht), die Kinder (irgendwelche Kinder, scheißegal) / Regie (evtl. Til Schweiger anfragen, Joachim könnte locker sitzende Pullover mit weitem Halsausschnitt aus der Barefoot-Kollektion tragen)

Dieser Beitrag wurde unter Feuilleton veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Gedanken zu “Blackout

  1. Und die Ferres, was ist mit der Ferres? Gibt es keinen Platz für eine von plötzlicher familiärer Nähe verdrängte Schattenfrau? Ich wollte sie gestern schon als Ulrike, oder so.

    • Und Neugebauer? Und keine Ärztin, ja, nicht mal ’ne Tierärztin?
      Wird das jetzt, lieber Peter, ein Problemfilm, „Tulasa essen Seele auf“ oder so was?

    • Christine Neubauer könnte eine Nebenrolle bekommen. Als korrupte deutsche Tierärztin, die unter dem Vorwand, die letzten Elefanten von Mali zu retten, einen illegalen Handel mit Elefantenfußschirmständern betreibt. Nach einer anfänglichen Freundschaft kommen ihr Nele und Joachim auf die Schliche und erlegen sie mit ihrem eigenen Narkosegewehr. Wie man heimlich Beerdigungen in der Steppe durchführt, wissen sie ja.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s