Alkoholtestgeräte

alkotestPreiswerte Alkoholtestgeräte werden mittlerweile an Tankstellen gleich neben dem Kühlschrank mit dem Blanchet angeboten. Aber trotz des Einsatzes moderner Mikrocontroller sind diese billigen Atemalkoholtester immer noch sehr ungenau.

Doch nahezu jeder von uns hat schon einmal Alkohol getrunken und weiß: Abhängig von der getrunkenen Menge stellen sich bestimmte Verhaltensauffälligkeiten ein. Bei einer kritischen Selbstüberprüfung lassen sich die Promillewerte im Blut teilweise sicherer abschätzen als mit technischen Hilfsmitteln.

ab 0,3 Promille:

Leicht gehobene Stimmung, erstes Kichern.

Krawattenknoten lockert sich von selbst.

Ab 0,5 Promille

Man wird milde und verspürt den Wunsch, allen zu verzeihen.

Wenn man noch mehr heißes Wachs aus der Kerze knibbeln würde, könnte man etwas richtig Großes schaffen. Die Sagrada Família ist doch aus Wachs. Oder?

Warum steht eigentlich auf dem Mülleimer in der Kneipentoilette „Damenbinden“?

Ab 0,8 Promille

Weinerlicher Brief an alle Exfreundinnen. (Ab 1,0 Promille vergisst man die Blindcopy-Funktion und lässt die anderen Namen sichtbar drin. Auch schon egal.)

Mario Barth ist der lustigste Mann der Welt.

Ab 1,3 Promille

Mario Barth ist ein Idiot. Wolfgang Bosbach ist der lustigste Mann der Welt.

Wer hat die Unsitte aufgebracht, dass man Ravioli vor dem Essen erhitzt?

Zwei Uhr nachts. Ein perfekter Zeitpunkt, die Wohnung gründlich zu saugen.

Ab 1,5 Promille

Wolfgang Bosbach nervt. Norbert Bolz ist der lustigste Mann der Welt.

Ich habe bisher alles falsch gemacht und fange noch mal ganz von vorne an. Zu Anfang war glaube ich ein kleines Pils. Damit fange ich wieder an.

Ab 2 Promille

Natürlich kann ich noch fahren. UND ZWAR NACKT!

3 Gedanken zu „Alkoholtestgeräte“

  1. Der Text gefällt mir sehr gut. Ich habe ihn allerdings nur wegen des Bildes angeklickt. So ein Instrument, nur ohne den Trinkschlauch, gab es in unserem Haus zu meiner Kindheit. Geblasen wurde es ausschließlich von meiner Mutter, und zwar nur zu Weihnachten und ausschließlich das heute weniger gesungene Weihnachtslied „Es ist für uns eine Zeit angekommen“. Weil immer an denselben Stellen des Liedes eine falsche Taste gedrückt und der Vortrag mit einem peinlich berührten „Houla!“* unterbrochen wurde, hat der Rest der Familie das Instrument nur „Mamas Houla“ genannt. Wie es richtig heißt, habe ich nie in Erfahrung zu bringen für nötig befunden. Eine schöne Erinnerung, danke dafür.**

    *) ostfriesisch für „hoppla!“ – auszusprechen mit „ou“ wie in „jou!“
    **) verfasst unter dem Einfluss von 0,35 Promille.

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