fenster

Krimi-Treatment:

Eine Kleinstadt in der Provinz. Der Schützenkönig Dirk ist ein angesehener Mann und führt einen Betrieb für Sicherheitsfenster. Die Fenster sind sehr teuer, werden selten nachgefragt und was außer seiner Hausbank keiner weiß – Dirk steht kurz vor der Insolvenz.

In der nahegelegenen Großstadt W. gibt es einen Nachtclub, in dem Dirk alle zwei Wochen seine Sorgen mit Whisky betäubt. Dort lernt er Markus kennen, dem er besoffen von seinen Nöten erzählt. Markus verträgt mehr Alkohol, hört aufmerksam zu und steckt Dirk seine Karte zu. „Elektrogeräte, getestet und für gut befunden“. Auf der Rückseite ist seine private Handynummer notiert.

Einige Tage später telefonieren sie. Markus hat gute Kontakte zu einer professionellen Einbrecherbande und schlägt Dirk ein Geschäftsmodell auf Provisionsbasis vor, das den Markt für Sicherheitsfenster in der Kleinstadt ankurbeln könnte. Dirk ist noch skeptisch, aber er greift nach diesem Strohhalm. Was bleibt ihm übrig.

Tatsächlich häufen sich in den kommenden Monaten die Einbrüche in der Kleinstadt. Dirks Unternehmen blüht plötzlich auf und er hält sogar vor der Katholischen Frauengemeinschaft einen vielbeachteten Vortrag über die Wirkungsweise von Sicherheitsfenstern.

Markus zu den regelmäßigen Provisionszahlungen im Nachtclub zu treffen, scheint Dirk zu gefährlich. Um die Geldgeschäfte zu verschleiern, tarnen die beiden jede Geldübergabe durch einen tatsächlichen Kauf aus dem Sortiment des Ladens für gebrauchte Elektrogeräte. Zwar sind die Preise für die jeweils gekauften Gegenstände – mal ist es ein Backofen, mal eine Designer-Stehlampe – verglichen mit dem tatsächlichen Warenwert viel zu hoch, aber die Marge der Fenster ist deutlich höher und so hat Dirk plausible Quittungen für seine Barentnahmen.

Dirks Frau Ulrike ist begeistert vom neuen Wohlstand, den ihnen das Geschäft mit den Sicherheitsfenstern beschert. Sie wundert sich zwar, aber das ist ihr lieber als ein niedergeschlagener Mann, der sich Alkoholexzessen hingibt. Zugleich hat sie ein großes Herz für die Einbruchsopfer in ihrer Kleinstadt und beschließt, sie ohne Dirks Wissen zu einer Überraschungs-Charityparty in ihr Haus einzuladen. Für die kleine Feier hat sie sich etwas Besonderes überlegt: Vielen der Einbruchsopfer wurden Elektrogeräte gestohlen, die seit einiger Zeit in ähnlicher Form in ihrem Haushalt mehrfach vorhanden sind. Dirk würde sicher nichts dagegen haben, diese überflüssigen Geräte an die Einbruchsopfer zu verschenken.

Als Dirk am Abend der Charityparty zu seinem Haus kommt, stehen bereits vier Streifenwagen vor der Tür.