brie

Als kritischer Verbrauchter reicht es heute längst nicht mehr, allein auf das Biosiegel zu achten. „Bio“ sind nämlich oft nur einzelne Zutaten oder bestenfalls auch die Zubereitung eines Produkts. Wer bewusst einkauft, muss zwingend die gesamte Lieferkette im Auge behalten.

Über 36 Millionen Kilogramm Camembert wurden 2015 in Deutschland produziert. Gar nicht eingerechnet der „echte“ Camembert, der aus der Normandie importiert wird. Der ökologische Fußabdruck eines importierten Brie-Käses aus dem Département Seine-et-Marne ist aufgrund der geringeren Entfernung zu allen deutschen Städten geringer, aber Brie hat noch einen weiteren und wichtigeren Vorteil.

Camembert wird in der Regel in ovalen oder runden Verpackungen mit einem Durchmesser von rund 11 Zentimetern ausgeliefert, Brie in fast dreieckigen Kreisabschnitten von 20 Zentimetern Länge. Während sich ein Brie-LKW durch ein zickzackartiges Packmuster praktisch ohne Raumverlust laden lässt, fahren bei einem Camembert-Transport durch die abgerundeten Ecken neben dem eigentlichen Camembert gut fünf Prozent Luft über unsere Autobahnen. Allein auf die in Deutschland produzierte Camembert-Menge bezogen, sind das 72 LKW mehr. Ein starkes Argument für Brie.