Der Finger im Auge

stanoliver

Der Medienkonsum prägt unser Verhalten, das lernt man durch intensiven Medienkonsum. Fast nie ist es das Elternhaus oder das soziale Umfeld von Menschen, das sie zu Tätern werden lässt. Stets sind es Filme und Computerspiele, die in die Katastrophe führen. Schon früh erkannte man, dass gewaltverherrlichende Texte von sogenannten „Rockgruppen“ in ungepflegten Hosen aus blauen Denimstoffen eine große Mitschuld an zahlreichen Straftaten von Jugendlichen tragen.

Ich stütze diese These nicht auf halbseidene psychologische Gutachten, sondern allein auf meinen gesunden Menschenverstand. Als Babyboomer wurde ich mit den brutalen Machwerken der Herren Laurel und Hardy groß und noch heute kann ich nur schwer dem Zwang widerstehen, Mitmenschen eine Torte ins Gesicht zu werfen oder ihnen einen Finger ins Auge zu stecken. Ich würde gerne weiterschreiben, aber meine Hose hat gerade Feuer gefangen, während ich Kniechen-Näschen-Öhrchen spielte.

2 Gedanken zu „Der Finger im Auge“

  1. Ich verspüre oft den Drang fremden Menschen, die mir beispielsweise im Supermarkt ihr Hinterteil in gebückter Haltung entgegenstrecken, in genau dieses hineinzutreten. Danke für diesen sehr aufschlussreichen Text, denn endlich kenne ich die Ursache dafür. Es liegt nicht an mir. Danke!

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